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Spanien:Behörden entlastet

Monatelang hat Spanien erbittert um die Frage gestritten, ob die Großveranstaltung zum Internationalen Frauentag am 8. März in Madrid als Virenschleuder fungiert hat. Nun hat die zuständige Richterin den Fall zu den Akten gelegt. Carmen Rodríguez-Medel stellte fest, es gebe "nicht ausreichend Hinweise", dass sich Behörden bei der Genehmigung schuldig gemacht hätten. Dies hatte die konservative Opposition behauptet und der sozialistischen Regierung vorgeworfen, sie habe die Veranstaltung nur aus Opportunismus gegenüber dem Feminismus genehmigt, obwohl klar gewesen sei, dass ein Ansteckungsrisiko davon ausgehe. Prominente Politikerinnen waren danach krank geworden. Damit aber, so die Richterin, hätten die Genehmigungsbehörden zu diesem Zeitpunkt nicht rechnen müssen oder können.

© SZ vom 16.06.2020 / ws

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