Die Grünen-Fraktion im Bundestag bietet der schwarz-roten Bundesregierung eine Zusammenarbeit für umfassende Sozialreformen an. „Um eine grundlegende Reform des Sozialstaates möglich zu machen, ist eine Änderung des Grundgesetzes notwendig. Wir sind bereit, darüber ernsthaft zu sprechen“, schreiben die Fraktionsvorsitzenden Katharina Dröge und Britta Haßelmann in einem Positionspapier, über das zuerst der Spiegel berichtete. Für manche Veränderungen des Sozialstaates – etwa eine Zusammenlegung der Grundsicherung mit Wohngeld und Kinderzuschlag oder einheitlichere Verwaltungsstrukturen – müsste das Grundgesetz geändert werden. Dafür ist im Bundestag eine Zweidrittelmehrheit erforderlich. Die Koalition aus Union und SPD bräuchte dafür allerdings nicht nur die Stimmen der Grünen, zusätzlich wären Stimmen aus der Linken oder der AfD nötig.