Die Sonne steht noch tief, es ist kurz vor acht Uhr, als Olaf Scholz zur Arbeit geht. In der linken Hand trägt er seine schwarze Aktentasche, die ihn seit Jahrzehnten begleitet. Die rechte Hand hat er in der Hosentasche seines Anzugs vergraben. Er steuert auf den Eingang des "CityCube" zu, eines klobigen Tagungszentrums an der Berliner Stadtautobahn.
SondierungsgesprächeWille und Vorstellung
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"Morgen", sagt Olaf Scholz, als er auf den Eingang des "CityCube" zusteuert. Das muss reichen. Die Leichtigkeit, die den Kanzlerkandidaten der SPD im Wahlkampf umgab, ist zentnerschwerer Ernsthaftigkeit gewichen.
Michael Kappeler/dpaWährend Angela Merkel in ihren letzten Kanzlerin-Tagen melancholisch beschwingt durch Europa reist, sitzen SPD, Grüne und FDP in einem klobigen Tagungszentrum und besprechen die Zukunft Deutschlands. Ein Land in Gruppentherapie.
Von Daniel Brössler, Constanze von Bullion, Nico Fried und Mike Szymanski, Berlin/Rom
