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Al-Shabaab:Mindestens sechs Tote bei Anschlag auf UN-Mitarbeiter in Somalia

  • Die Terrormiliz al-Shabaab bekennt sich zu einem Anschlag auf UN-Mitarbeiter in der halbautonomen somalischen Region Puntland, bei dem mehrere Menschen ums Leben kommen.
  • Im Süden Somalias werden mindestens drei Soldaten der internationalen Friedensmission Amisom getötet.

Einzelheiten zum Anschlag auf UN-Mitarbeiter noch unklar

Bei einem Bombenanschlag auf einen Kleinbus mit Mitarbeitern der Vereinten Nationen in Somalia sind offiziellen Angaben zufolge mindestens sechs Menschen getötet worden. Zu der Tat in Garowe, der Hauptstadt der halbautonomen Region Puntland, bekannte sich die Islamistenmiliz al-Shabaab.

Bei den Getöteten handele es sich um Somalier und mindestens eine Person anderer Nationalität. Nach Angaben des UN-Kinderhilfswerks Unicef wurden vier Mitarbeiter der Organisation getötet, vier weitere seien lebensgefährlich verletzt worden.

Die Bombe explodierte, als die UN-Mitarbeiter von ihrer Unterkunft zur Arbeit gebracht werden solten. Ob sich der Sprengsatz im Bus befand, an der Straße oder ob ihn ein Selbstmordattentäter trug, ist unklar. Der UN-Sondergesandte für Somalia, Nicholas Kay, äußerte sich in einer Twitter-Mitteilung bestürzt und verurteilte die Tat.

Region Puntland galt bisher als relativ stabil

Al-Schabaab hat Verbindungen zur Extremistengruppe al-Qaida und sorgt seit Jahren mit Anschlägen für Angst und Schrecken in Somalia. Auch die UN, die die Regierung in Mogadischu beim Wiederaufbau nach mehr als 20 Jahren Krieg unterstützt, geriet immer wieder ins Visier der Extremisten. Somalia ist inzwischen in mehrere faktisch unabhängige Teile zerfallen. Die autonome Region Puntland im Nordosten Somalias galt bisher als verhältnismäßig stabil.

Soldaten der internationalen Friedenstruppen Amisom gerieten unterdessen im Süden Somalias in einen Hinterhalt. Dabei wurden laut einer Pressemitteilung drei Soldaten getötet. Al-Shabaab behauptete hingegen, ihre Kämpfer hätten zehn Soldaten getötet.

Anfang des Monats hatte die Miliz im benachbarten Kenia ein Massaker am Garissa University College angerichtet. Dabei wurden 148 Menschen getötet, sowie später die vier Angreifer.

© SZ.de/dpa/Reuters/AFP/cmy/anri
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