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Wie schädlich ist Social Media für Kinder? Immer mehr Experten und Politiker ziehen Handyverbote und Altersgrenzen in Erwägung.
Wie schädlich ist Social Media für Kinder? Immer mehr Experten und Politiker ziehen Handyverbote und Altersgrenzen in Erwägung. Tobias Hase/dpa

SZ am Morgen.

Von Lisa Nienhaus

Heute beginnt die Fastenzeit. Und dieses Mal ausnahmsweise nicht nur für gläubige Christen. Auch für Muslime fängt der Ramadan an. Das ist besonders, weil dieser, anders als die christliche Fastenzeit, durchs Jahr wandert und etwa 2011 noch im August stattfand.

Meine Kollegin Sara Maria Behbehani hat das zum Anlass genommen, in einem sehr kleinen Text ein Loblied auf die Fastenzeit anzustimmen. Die Unterschiede zwischen den Kulturen muteten als Hürde fürs Zusammenleben in modernen Gesellschaften an, schreibt sie. „Das Fasten überwindet sie und lädt Moslem, Christ und Influencer zur inneren Einkehr ein, zur Auseinandersetzung mit Gott, Allah oder einer neuzeitlichen Achtsamkeit.“

Leider ist die Weltlage aktuell nicht so versöhnlich wie dieser Text. Immerhin aber gibt es gerade Friedensverhandlungen zwischen Russland und der Ukraine, die gestern in Genf gestartet sind. Allerdings beklagte die ukrainische Seite schon vorher großen Druck, der auf sie ausgeübt werde. Und Russland dämpfte Erwartungen. Nur Donald Trump sagte, er erwarte „große Gespräche“, ⁠die „sehr einfach“ sein würden. Konkrete Ergebnisse gibt es bislang nicht. Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij zeigte sich offen für ein Referendum über ein Einfrieren des Konflikts an der Frontlinie.

Lesen Sie diesen Newsletter übrigens auf Ihrem Handy? Und nutzen Sie auch Soziale Medien wie Instagram, Tiktok, Facebook? Falls ja, dann brauchen Sie gar keine Teenager-Kinder zu haben, dann wissen Sie Bescheid. Schnell geschieht es, dass man sich durch Videos von, sagen wir, Ski-Abfahrten durchswipt statt selbst auf die Piste zu gehen.

Jugendliche sind von dieser Sucht nach Bildern noch stärker betroffen als Menschen, die auch eine Zeit ohne Handy kannten. Weshalb es verständlich ist, dass Australien mit seinem Social Media Verbot für Kinder und Jugendliche aktuell als Vorbild firmiert. Politiker von SPD wie CDU, auch der Kanzler, denken darüber nach: Sollten wir es nachahmen? Meine Kollegin Ulrike Nimz findet: nein. Ich finde: Lesen Sie ihren Text! Und wenn Sie auch mal die Gegenposition interessiert, auch dieses kluge Pro und Contra dazu.

Was heute wichtig ist

Merz offen für Social-Media-Verbote für Minderjährige. Kanzler Merz kann sich ein Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche vorstellen. Eigentlich sei er bei Verboten zurückhaltend, sagte Merz. Aber der Schutz von Kindern „in einem Alter, in dem sie auch Zeit haben müssen zu spielen, zu lernen“ müsse im Vordergrund stehen, sagte er im Politikpodcast „Machtwechsel“. Zum Liveblog zur Bundespolitik

  • MEINUNG Selbstbestimmung: Ein Verbot ist immer leichter, als sich Gedanken zu machen, was Jugendliche tatsächlich brauchen
  • Wegweisender Prozess: Adam Mosseri ist Instagram-Chef und musste jetzt vor Gericht aussagen

Selenskij offen für Referendum zu Frontlinie. Der ukrainische Präsident Selenskij glaubt, dass die Menschen das Ergebnis eines Referendums über ein Einfrieren des Konflikts entlang der aktuellen Frontlinie akzeptieren würden. Er forderte in seiner abendlichen Videobotschaft ein Treffen mit Russlands Präsident Putin. In Genf gehen heute die Verhandlungen zwischen der Ukraine und Russland weiter. Zum Liveblog zum Ukraine-Krieg

Die Lebensläufe geben Klingbeil recht. Drei pikante Personalien: Politische Gegner werfen dem SPD-Chef vor, er setze langjährige Parteifreundinnen auf lukrative Posten. Schaut man genauer hin, liegt die Sache wohl etwas anders. Zum Artikel

Bayer: Milliardenvergleich wegen Glyphosat – wie es nun weitergeht. Der Leverkusener Dax-Konzern wird seit Jahren geplagt von Klagen in den USA. Dort machen Nutzer den Unkrautvernichter Glyphosat für ihre Krebserkrankung verantwortlich. Die Zahlungen für den Sammelvergleich umfassten höchstens 7,25 Milliarden US-Dollar über bis zu 21 Jahre. Zum Artikel

Weitere wichtige Themen

Olympische Winterspiele

Deutsche gewinnen Gold, Silber, Bronze: Schwarz, Rot, Bob. Kurz vor seinem Karriereende schlägt Johannes Lochner seinen Rivalen und Teamkollegen Francesco Friedrich und holt zum ersten Mal Gold. Friedrich wird Zweiter,  Adam Ammour holt Bronze. Zum Artikel

Curling: Deutschland verpasst das Halbfinale. Die deutschen Curler verpassen das Halbfinale. Die Auswahl um Kapitän Marc Muskatewitz verlor 4:8 gegen die bisher ungeschlagene Schweiz und kann damit nicht mehr unter die besten Vier kommen. Zum Liveblog zu Olympia

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Dossier Digitalwende: Deutschland und Indien planen KI-Pakt. Auf dem globalen KI-Gipfel in Neu-Delhi wollen Deutschland und Indien einen KI-Pakt schließen. SZ Dossier hat mit Digitalminister Wildberger (CDU) über die Schwerpunkte gesprochen: Es geht unter anderem um KI in der Industrie, Arbeitskräfte und Forschung – aber auch um den Aufbau von Infrastrukturen. Zum Briefing

Dossier Geoökonomie: Die europäische Antwort auf Paypal und Visa. Europas Geld fließt über US-Systeme – Visa, Mastercard und Paypal sind unersetzlich geworden. Doch die geopolitische Lage macht die Abhängigkeit brisant. Mit der europäischen Zahlungslösung Wero und dem digitalen Euro will Europa im Zahlungsverkehr unabhängiger werden. Zum Briefing

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