Slowakei:Von Hass erfüllt

Lesezeit: 5 min

Gebet für den Premier: Ein Mann hält eine stille Mahnwache vor dem Hospital in Banska Bystrica, wo Robert Fico behandelt wird. (Foto: -/AFP)

Politisch motivierte Anschläge, Todesdrohungen gegen die Präsidentin, nun der Angriff auf den Premier: Ein gemeinsames Verständnis für Grundwerte scheint der Slowakei schon lange abhandengekommen zu sein.

Von Viktoria Großmann

Um halb zwölf Uhr am Donnerstagvormittag wendet sich die slowakische Präsidentin Zuzana Čaputová an ihre Landsleute, zum zweiten Mal seit dem Attentat auf Ministerpräsident Robert Fico. Keine 24 Stunden ist es her, dass in der Kleinstadt Handlová auf den Premier geschossen wurde. In ihrer ersten kurzen Stellungnahme am Mittwochnachmittag hatte die Präsidentin deutlich mitgenommen gewirkt. "Die hasserfüllte Rhetorik, die wir alle in der Gesellschaft beobachten, führt zu hasserfüllten Taten. Bitte, hören wir damit auf!", hatte sie gesagt.

Zur SZ-Startseite

SZ PlusSlowakei
:Haben Ficos Personenschützer versagt?

In der Slowakei wird den Sicherheitsleuten des Premiers vorgeworfen, trotz Morddrohungen nicht ausreichend auf ein Attentat vorbereitet gewesen zu sein. Der Ministerpräsident ist inzwischen außer Lebensgefahr.

Von Cathrin Kahlweit

Lesen Sie mehr zum Thema

Jetzt entdecken

Gutscheine: