Der Tulpenstrauß welkt inzwischen, die Blütenblätter liegen auf dem Schreibtisch, ansonsten haben die Kollegen nichts verändert: Zwei benutzte Kaffeebecher des ermordeten Journalisten Ján Kuciak stehen noch da, ein mit bräunlichen Schaumresten verklebter Löffel, daneben ein halb leeres Glas Kaffeepulver. Eine Packung Vitamin-D-Kapseln, "für ein starkes Immunsystem und gesunde Knochen", beliebt bei Leuten, die zu wenig Tageslicht abbekommen. Neben der Tastatur: ein Buch über die 'Ndrangheta, die kalabrische Mafia.
SlowakeiEin Land sucht seinen Mörder
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Seit dem Mord an dem Reporter Ján Kuciak und seiner Verlobten kommt die Slowakei nicht mehr zur Ruhe. Szenen aus einem Staat, der sich bis vor Kurzem noch in der EU als Vorbild inszenierte.
Von Tobias Zick
