Auswanderung aus der Slowakei„Die jungen Leute sollen hier Wurzeln haben“

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Das Kulturhaus von Partizánske, geplant von Stadtgründer Jan Antonín Baťa. Zehn Minuten entfernt entsteht in den alten Fabrikhallen nun ein weiterer Veranstaltungsort.
Das Kulturhaus von Partizánske, geplant von Stadtgründer Jan Antonín Baťa. Zehn Minuten entfernt entsteht in den alten Fabrikhallen nun ein weiterer Veranstaltungsort. Viktoria Großmann

Drei Viertel der Jugendlichen zieht es weg: Die Slowakei verliert rapide an Einwohnern. Ein Unternehmer und eine Kunsthistorikerin wollen den Trend umkehren. Besuch in einer schrumpfenden Stadt.

Von Viktoria Großmann, Partizánske

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Vor vier Wochen wurde in der Slowakei eine Umfrage unter mehr als 10 000 Jugendlichen veröffentlicht. Das Ergebnis: Mehr als 75 Prozent der 16- und 17-Jährigen denken darüber nach, das Fünf-Millionen-Einwohner-Land zu verlassen oder sind bereits fest entschlossen. Mehr als 42 Prozent der Auswanderungswilligen wollen nicht zurückkehren. Abwanderung ist das ewige Klagelied der Slowakei, die Jüngeren gehen zum Studium ins Ausland, die Älteren zur Arbeit, die Rentner ziehen zu ihren Kindern und Enkeln nach Österreich und Tschechien. Die tschechische Hauptstadt Prag gilt scherzhaft als zweitgrößte slowakische Stadt, weil dort so viele Auswanderer leben.

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