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Sinti und Roma in Italien:Nur der Hass zählt

Campement rom de Salone

Bald rücken die Bagger an: Italiens Innenminister will die Camps der Sinti und Roma rund um Rom am liebsten einfach loswerden.

(Foto: Jess Hurd/laif)

Innenminister Salvini hetzt gegen Sinti und Roma und will wissen, wie viele von ihnen im Land sind. Wenn selbst Italiener plötzlich keine Italiener mehr sein sollen.

Von Oliver Meiler

Da vorne hört die Welt auf. An der Via Tenuta Piccirilli, im Norden Roms, es ist eine Sackgasse. Gesäumt wird sie von stillen Fabriken, einem Autofriedhof und einer langen Reihe verkohlter Mülltonnen. Danach kommt der Tiber, braun und dreckig. Manchmal fischen die Roma und Sinti in der Brühe, viel gibt der Fluss aber nicht her. Sie leben hier, am Ende der Straße, in alten Wohnwagen, Baracken, Containern, Hütten. "River Village" steht auf einem großen Schild über dem Eingangstor. So hieß der Ort, als er eine Ferienanlage war. Lange her.

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