Sinti und Roma:"Der Hass auf diese Minderheit ist tief verwurzelt"

Lesezeit: 4 min

Sinti und Roma: Der Rechtsanwalt Mehmet Daimagüler, 54, ist Vertreter der Nebenklage im Prozess gegen einen Wachmann des KZs Sachsenhausen und war in derselben Funktion am NSU-Prozess beteiligt.

Der Rechtsanwalt Mehmet Daimagüler, 54, ist Vertreter der Nebenklage im Prozess gegen einen Wachmann des KZs Sachsenhausen und war in derselben Funktion am NSU-Prozess beteiligt.

(Foto: Alexander Pohl /Imago)

Mehmet Daimagüler ist der erste Antiziganismus-Beauftragte der Bundesregierung. Der Jurist erklärt, warum er das schwierige Amt angenommen hat und was er unter nachholender Gerechtigkeit für Sinti und Roma versteht.

Interview von Verena Mayer, Berlin

Wie leben Angehörige der Minderheit der Sinti und Roma in Deutschland? Welche Erfahrungen machen sie auf dem Arbeitsmarkt, bei der Wohnungssuche, bei Ärzten, in Schulen und Behörden? Die Antworten, die eine unabhängige Expertenkommission im vergangenen Jahr gab, waren ernüchternd. Die Diskriminierung betreffe nicht nur alle Lebensbereiche, es gebe auch eine wachsende Hasskriminalität gegen die Minderheit, so beispielsweise waren drei der Opfer des rassistischen Anschlags in Hanau 2020 Roma. Die Kommission mahnte "einen grundlegenden Perspektivwechsel in der Gesellschaft" an. Um diese Forderung mit Leben zu füllen, hat die Bundesregierung am Mittwoch einen Antiziganismus-Beauftragten bestellt, den Anwalt Mehmet Daimagüler. Was kommt auf den 54-Jährigen mit dieser Aufgabe zu?

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