Simbabwe:Hauptsache weg

Die meisten im Land kennen keinen Präsidenten außer Robert Mugabe. Dass seine brutale Herrschaft endet, feiern die Menschen in dem abgewirtschafteten Land und ersehnen bessere Zeiten. Sicher sind die aber nicht.

Von Bernd Dörries, Harare

Simbabwe: „Tritt jetzt zurück“: Demonstranten wollten in Harare zur Residenz von Simbabwes unter Hausarrest stehenden Präsidenten vordringen.

„Tritt jetzt zurück“: Demonstranten wollten in Harare zur Residenz von Simbabwes unter Hausarrest stehenden Präsidenten vordringen.

(Foto: Zinyange Auntony/AFP)

Dies jetzt sei das erste Mal in ihrem Leben, dass sie sich traue, in der Öffentlichkeit ihre Meinung zu sagen, das erste Mal in ihren 49 Jahren. Elizabeth Muzadzi schaut nach rechts und nach links, holt kurz Luft und sagt: "Mugabe muss weg. Wir haben ihn satt. Was ist das für ein Leben? Ich stehe morgens um 4.30 Uhr an der Bank an, um etwas Geld von meinem Konto abzuheben. Nie ist etwas da. Ich konnte mir nicht einmal den Bus leisten, um zur Beerdigung meiner Nichte zu fahren. Wir sind am Ende." Elizabeth Muzadzi verschränkt die Arme und lächelt.

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