ItalienDer Anti-Mafia-Journalist und sein seltsamer Freund

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Sigfrido Ranucci ist einer der berühmtesten Investigativjournalisten Italiens. Jetzt aber steht er selbst im Zentrum einer höchst merkwürdigen Geschichte.
Sigfrido Ranucci ist einer der berühmtesten Investigativjournalisten Italiens. Jetzt aber steht er selbst im Zentrum einer höchst merkwürdigen Geschichte.
ANDREAS SOLARO/AFP

Sigfrido Ranucci machte sich mit seinen Investigativ-Recherchen einen Namen, dann explodierte vor seinem Haus eine Bombe. Dafür verantwortlich war nicht die Mafia - sondern ein Freund, der ihm angeblich helfen wollte.

Von Tobias Zick

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Er ist das wohl schillerndste Gesicht des Investigativjournalismus in Italien. In seiner Sendung „Report“ auf Rai Tre leuchtet er die Abgründe in den Überlappungszonen von Politik, Wirtschaft und organisiertem Verbrechen aus; durchaus ohne den Unterhaltungs-Aspekt zu vernachlässigen. Diffuse, brutale, haarsträubende Sachverhalte sind also sein Metier, aber: Müsste er über diesen Fall berichten, der gerade die Nation aufwühlt, stünde er vor einer überdurchschnittlichen Herausforderung. Den Fall nämlich, in dessen Zentrum er selbst steht.

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:Um 22.17 Uhr ging die Bombe hoch

Der Anschlag auf den bekannten Fernsehjournalisten Sigfrido Ranucci in der Nähe von Rom erinnert an ein dunkles Kapitel der italienischen Geschichte. Niemand wurde verletzt, aber die Drohung ist offensichtlich.

SZ PlusVon Marc Beise

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