Von fast der Hälfte der etwa 720 in Deutschland als Gefährder eingestuften radikalen Islamisten geht womöglich kein besonderes terroristisches Risiko aus. Dies ist nach Informationen von Süddeutscher Zeitung, NDR und WDR das überraschende Ergebnis einer durch die Polizeien der Länder und das Bundeskriminalamt (BKA) durchgeführten Untersuchung. Allerdings gilt eine fast gleich große Gruppe dagegen als hochgefährlich.
Sicherheitspolitik:Kampf gegen islamistische Gefährder wird zielgenauer
Aus Angst vor Anschlägen werden Weihnachtsmärkte wie hier in Lüneburg von der Polizei dieses Jahr stärker überwacht.
(Foto: dpa)- Deutsche Ermittler nutzen ein neues Analyse-System, um islamistische Gefährder besser einschätzen zu können.
- Dabei wird aus über 70 Fragen ein Profil der zu überprüfenden Person erstellt.
- Nach der neuen Methode beurteilt geht von etwa der Hälfte der 720 in Deutschland registrierten Gefährder womöglich kein besonderes terroristisches Risiko aus. Die andere Hälfte gilt dagegen als hochgefährlich.
Von Georg Mascolo

