Emmanuel Macron hat gelernt. Nachdem seine Kritik am angeblichen "Hirntod" der Nato viele Partner verstört hatte, formulierte der Präsident nun in seiner Rede zur Verteidigungs- und Abschreckungsstrategie Frankreichs eine Vision, um den Europäern ins Gewissen zu reden. Sie müssten strategische Autonomie anstreben, forderte er, sicherheitspolitische Handlungsfreiheit gewinnen. Sie dürften sich nicht auf die Zuschauerrolle beschränken, wenn Russland, die USA und China einen neuen Rüstungswettlauf beginnen; andernfalls würden Multilateralismus und die regelbasierte internationale Ordnung dem Recht des Stärkeren weichen. Europa müsse eine "gemeinsame strategische Kultur" entwickeln, sagte Macron. Dabei bot er einen Dialog an, der auch die Rolle der französischen Atomwaffen einschließt.
Sicherheitspolitik:Ein wehrhaftes Europa
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Frankreichs Präsident Macron hat mal wieder eine Grundsatzrede gehalten. Die Deutschen sollten ihm zuhören: Sie müssen mehr tun für die Verteidigung - nicht nur im eigenen Interesse.
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