Serbien:Schießerei an Grenze

Nach einer Schießerei unter Schleppern und Migranten nahe der Grenze zu Ungarn hat die serbische Polizei etwa 1000 Menschen in verschiedenene Aufnahmelager gebracht. Bei dem Zwischenfall am Donnerstag seien sechs Personen verletzt worden, teilte der stellvertretende Polizeidirektor Dragan Vasiljević am Samstag in Belgrad mit. Beteiligt waren unter anderem Menschen aus Afghanistan und Marokko. Zudem seien Gewehre, Pistolen und Munition sichergestellt worden. Durch Serbien und Ungarn verläuft die sogenannte Balkanroute, über die Flüchtlinge und Migranten versuchen nach Westeuropa zu gelangen. In diesem Jahr hat sich nach Angaben verschiedener Polizeibehörden ihre Zahl gegenüber dem Vorjahr verdoppelt. Ungarn versucht seit 2015, mit einem Metallzaun an der Grenze zu Serbien irreguläre Grenzübertritte zu unterbinden. Migranten, die den Zaun mit Hilfe von Schleppern überwinden wollen, hausen zu Hunderten in Bauruinen und Zelten in serbischen Dörfern entlang der ungarischen Grenze. Viele scheitern und nehmen neue Anläufe. Dabei kommt es immer wieder zu Konflikten unter den Migranten sowie zwischen Schleppern und Migranten. Bei einer Schießerei im Juli wurde ein Migrant getötet.

Zur SZ-Startseite

Lesen Sie mehr zum Thema