SerbienVučićs strategischer Rückzug

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„Ich werde nur noch wenige Wochen Präsident sein, dann trete ich zurück“: Der serbische Präsident Aleksandar Vučić bei einer Rede in Belgrad.
„Ich werde nur noch wenige Wochen Präsident sein, dann trete ich zurück“: Der serbische Präsident Aleksandar Vučić bei einer Rede in Belgrad. Darko Vojinovic/AP/dpa

Der serbische Präsident kündigt an, vorzeitig zurückzutreten und Neuwahlen zu ermöglichen. Offenbar bereitet er sich auf ein neues Amt vor. Die Opposition muss zügig einen Gegenkandidaten finden.

Von Yannik Yeşilgöz

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Die Hoffnungen in Aleksandar Vučić waren groß, als er 2014 seine erste Amtszeit als Ministerpräsident Serbiens antrat: Damals kündigte er an, sein Land der EU anzunähern, die Korruption zu bekämpfen und belastbare Beziehungen zu Kosovo aufzubauen. 15 Jahre zuvor war er noch „Informationsminister“ des Kriegstreibers Slobodan Milošević gewesen und hatte die serbische Öffentlichkeit mit Propaganda gegen die Nato sowie die albanische Bevölkerung in Kosovo versorgt. „Ich war im Unrecht“, sagte er später reumütig und signalisierte in Richtung Brüssel und Berlin, dass man sich dort wieder auf einen „verlässlichen Partner“ im Westbalkan stützen könnte.

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