UkraineWählen im Krieg? Selenskijs gewagtes Zugeständnis an Trump

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Wolodimir Selenskij kann sich Wahlen in den nächsten 60 bis 90 Tagen vorstellen, allerdings nur unter Bedingungen.
Wolodimir Selenskij kann sich Wahlen in den nächsten 60 bis 90 Tagen vorstellen, allerdings nur unter Bedingungen. (Foto: Efrem Lukatsky/AP/dpa)

Erstmals spricht der ukrainische Präsident über Wahlen unter Kriegsrecht. Er riskiert damit womöglich seine politische Zukunft. Dahinter steckt Druck von außen und Schwäche im Inneren. Aber wie realistisch ist eine Abstimmung?

Von Sebastian Gierke

Die Antwort des ukrainischen Präsidenten kam, nur wenige Stunden nachdem US-Präsident Donald Trump in einem Interview der ukrainischen Regierung vorgeworfen hatte, den Krieg als Vorwand zu nutzen, um Wahlen zu vermeiden. „Sie reden von einer Demokratie, aber irgendwann ist das keine Demokratie mehr“, sagte Trump. Wolodimir Selenskijs Reaktion bedeutet eine deutliche Veränderung seiner bisherigen Position. Der ukrainische Präsident erklärte, er sei bereit, auch in Kriegszeiten den Weg für Wahlen frei zu machen. Allerdings stellte Selenskij Bedingungen. Die USA müssten, „vielleicht zusammen mit den europäischen Partnern“, die Sicherheit der Abstimmung gewährleisten. „Dann wird die Ukraine in den nächsten 60 bis 90 Tagen bereit sein, eine Wahl abzuhalten.“ Und Selenskij fügte hinzu: „Ich persönlich habe den Willen und die Bereitschaft dazu.“

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