Die Rechtsextremistin Marla-Svenja Liebich sorgt schon seit mehr als einem Jahr für Schlagzeilen. Liebich ist – noch als Sven Liebich – wegen Volksverhetzung, übler Nachrede und Beleidigung zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von 18 Monaten ohne Bewährung verurteilt worden. Später hat Liebich den Geschlechtseintrag ändern und den Vornamen auf Marla-Svenja anpassen lassen. Zum Haftantritt wurde Liebich in ein Frauengefängnis geladen, erschien dort jedoch nicht. Seit einer Festnahme an der tschechisch-deutschen Grenze sitzt Liebich in tschechischer Haft. Das Regionalgericht (Krajský soud) Pilsen hat am Montag die Auslieferung angeordnet, Liebich kann dagegen aber noch Beschwerde einreichen.
Vorstoß von drei JustizministerinnenDas Selbstbestimmungsgesetz soll verschärft werden
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Eine Erklärung genügt, um den Geschlechtseintrag ändern zu lassen. Auch Rechtsextremistin Marla-Svenja Liebich hat davon Gebrauch gemacht. Drei Bundesländer wollen jetzt gegen „offenkundigen Missbrauch“ vorgehen.
Von Robert Roßmann, Berlin
