Seite Drei über Anis Amri:Das darf nicht wahr sein

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Seite Drei über Anis Amri: Stefan Dimitrov/Süddeutsche Zeitung Fotos: dpa, reuters

Stefan Dimitrov/Süddeutsche Zeitung Fotos: dpa, reuters

(Foto: dimitrov)

Ankunft in Freiburg, Gebet in Hildesheim, Wanderungen mit Dschihadisten durch die schöne Natur in NRW: Eineinhalb Jahre lang radikalisierte sich Anis Amri - vor den Augen der Behörden. Warum er trotzdem noch frei ist.

Von Lena Kampf, Hans Leyendecker, Georg Mascolo, Verena Mayer, Nicolas Richter und Ronen Steinke

Manchmal gingen die Islamisten wandern, um sich zu stählen. Sie wollten an ihrer Ausdauer arbeiten, an ihrer Kraft. Sie zogen los, allen voran ein Mann mit dem Alias-Namen Abdul Rahman, er war der Anführer. Ständig redete er davon, die jungen Männer müssten an sich arbeiten und dann ausreisen, in den Nahen Osten, um dort mit den Terroristen des "Islamischen Staats" zu kämpfen. Abdul Rahman wollte die jungen Kerle "fit" machen, wie jemand aus der Gruppe später erzählte. Also ordnete er an, alle müssten sich einen schweren Rucksack aufsetzen, und dann marschierten sie los. 16 Kilometer sollen es gewesen sein. 16 Kilometer auf deutschen Wanderwegen, irgendwo in Nordrhein-Westfalen oder Niedersachsen. 16 Kilometer für den Dschihad, den sogenannten Heiligen Krieg.

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