Vor Gericht und auf hoher See ist man in Gottes Hand, sagen Juristen gern, aber nicht einmal auf hoher See stimmt das so ganz. Dort gelten Regeln und Abkommen, die Konflikte wie jenen verhindern sollen, der sich nun in der Straße von Hormus zugetragen haben soll. Boote der iranischen Revolutionsgarden sollen - was diese dementieren - versucht haben, einen britischer Öltanker zu stoppen, bis ein britisches Kriegsschiff eingriff und die Iraner abzogen. Die Iraner dürften damit Völkerrecht verletzt haben, meint Wolff Heintschel von Heinegg von der Viadrina-Universität in Frankfurt an der Oder.
Völkerrecht:Freie Fahrt auf hoher See
Das UN-Seerechtsübereinkommen von 1982 regelt die "Transitdurchfahrt" in Meerengen wie der Straße von Hormus - hier in einer Satellitenaufnahme.
(Foto: picture alliance / dpa)- Auf hoher See gelten Regeln und Abkommen, die Konflikte wie jenen verhindern sollen, der sich jetzt in der Straße von Hormus zwischen Iran und Großbritannien zugetragen hat.
- In dem UN-Seerechtsübereinkommen von 1982 ist die "Transitdurchfahrt" in Meerengen geregelt.
- Iran hat dieses Übereinkommen zwar unterzeichnet, aber nicht ratifiziert
Von Wolfgang Janisch
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