Für den italienischen Vize-Regierungschef Matteo Salvini von der rechtspopulistischen Lega ist die Sache klar: Wer in privater Initiative auf dem Mittelmeer Schiffe betreibt, um auf dem Weg von Afrika nach Europa in Seenot geratene Flüchtlinge aufzunehmen, der befördert das Geschäft der Schlepper. Er lockt immer mehr Menschen aufs Meer und stellt sich im Übrigen gegen die Politik europäischer Regierungen, die die Zahl der Migranten drastisch reduzieren will und sich für diese Politik in Wahlen legitimiert sieht.
Migration„Wir weigern uns, das Sterbenlassen auf See zu akzeptieren“
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Vor zehn Jahren wurde das italienische Seenotrettungsprogramm „Mare Nostrum“ eingestellt. Seitdem sind im Mittelmeer private Schiffe unterwegs – gegen heftiger werdenden politischen Widerstand.
Von Marc Beise, Rom
