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Österreich:"Es fehlt an Respekt gegenüber demokratischen und rechtlichen Institutionen"

Österreich Sebastian Kurz Falschaussage

Mitterlehner rät Kurz, "sein Amt ruhen zu lassen, bis die Angelegenheit entschieden ist".

(Foto: Michael Gruber/Imago)

Reinhold Mitterlehner wurde vor vier Jahren von Sebastian Kurz als ÖVP-Vorsitzender verdrängt. Im Interview spricht er über dessen Politikstil und den Umgang der Regierung mit der aktuellen Kritik.

Interview von Cathrin Kahlweit, Wien

Der ehemalige ÖVP-Vorsitzende, Wirtschaftsminister und Vizekanzler Reinhold Mitterlehner ist 2017 von allen Funktionen zurückgetreten. In einem Buch mit dem Titel "Haltung", das derzeit in österreichischen Buchläden wieder stark nachgefragt ist, erklärt er, dass dies die Reaktion auf das innerparteiliche Vorgehen des damaligen Außenministers und späteren Kanzlers Sebastian Kurz war: Kurz habe aktiv seinen Sturz betrieben. Mitterlehner, der unlängst auch im Untersuchungsausschuss zur "möglichen Käuflichkeit der türkis-blauen Regierung" ausgesagt hat, geht nun in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung erneut sehr kritisch mit seinem Nachfolger ins Gericht.

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