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Schweizer Referendum:Das Kreuz gegen die Minarette

Klares Votum für ein Minarett-Verbot: Die Eidgenossen haben sich in einem Referendum gegen den Bau von Moscheetürmen ausgesprochen - in Bildern.

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Klares Nein zu Minaretten: In einer Volksabstimmung stimmte die Mehrheit der Schweizer am Sonntag überraschend deutlich für die antiislamische Initiative "Gegen den Bau von Minaretten". Dahinter steckt unter anderem die Schweizerische Volkspartei (SVP). Auf Plakaten warnte sie vor einer "schleichenden Islamisierung" der Schweiz.

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Insbesondere aufgrund dieses Plakats war die Initiative im Ausland auf Aufmerksamkeit gestoßen - es zeigt im Vordergrund eine schwarz verhüllte Frau und dahinter mehrere Minarette auf der Schweizer Landesflagge, die wie Raketen wirken. Walter Wobmann, der Präsident des Initiativ-Komitees, kommentierte dies folgendermaßen: "Moscheen gleichen nun einmal unbeabsichtigt Raketen."

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Beglückwünschen sich gegenseitig zu dem Ergebnis: SVP-Mitglied Ulrich Schlüer (links) und Walter Wobmann. Die deutliche Mehrheit überraschte Befürworter wie Gegner: Der Antrag war mit 57,5 Prozent Ja-Stimmen angenommen worden. 42,5 Prozent hatten mit Nein gestimmt. Noch Mitte November gab es in den Umfragen eine relativ deutliche Mehrheit für die Gegner der Initiative.

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Gegen die Initiative hatten sich die Regierung in Bern, die große Mehrheit des Parlaments, Kirchen und Wirtschaftsverbände gewandt. Justizministerin Eveline Widmer-Schlumpf (im Bild) zeigte sich in einer ersten Reaktion auch skeptisch, was die Umsetzung betrifft. Die Regierung sei zur Einschätzung gekommen, dass ein Bauverbot der Europäischen Menschenrechtskonvention und dem UN-Pakt über die bürgerlichen und politischen Rechte widerspreche.

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Widmer-Schlumpf betonte, dass die Volksentscheidung keine Auswirkung auf die vier bestehenden Minarette in der Schweiz haben werden. Im Bild zu sehen ist das Minarett der Mahmud-Moschee in Zürich.

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Ein weiteres Minarett ist in Wangen bei Olten, Kanton Solothurn, zu sehen, im Hintergrund die Sankt-Gallus-Kirche. Im Vorfeld der Errichtung dieses Minaretts im Januar dieses Jahres hatte es in dem Kanton bereits einen langwierigen politischen und juristischen Streit gegeben.

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Die Fondation Culturelle Islamique in Genf mit dem dortigen Minarett: Einzig in den Kantonen Genf, Waadt, Neuenburg und Basel-Stadt fand sich eine Mehrheit gegen das Bauverbot für Minarette.

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Minarett der Moschee in Winterthur. Als Reaktion auf die Abstimmung kündigten die großen Schweizer Parteien an, auf die Ängste der Bevölkerung künftig besser einzugehen.

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Am Sonntagabend kam es in Bern zu spontanen Protesten gegen das Ergebnis des Referendums. Ein Demonstrant setzte mit einem Minarett-Hut ein Zeichen auf dem Helvetiaplatz in Zürich.

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Mehrere hundert Personen beteiligten sich an einer Demonstration auf dem Bundesplatz vor dem Bundeshaus in Bern. Das Ergebnis des Referendums hat weltweit für Empörung gesorgt. Im Europarat etwa ist das Votum der Schweizer auf massive Kritik gestoßen. Diese Entscheidung gebe Anlass zu "tiefer Besorgnis", betonte der Präsident der Parlamentarischen Versammlung des Europarats, Lluis Maria de Puig.

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"Das ist nicht meine Schweiz": Demonstranten zünden vor dem Plakat auf dem Bundesplatz in Bern Kerzen an. Wirtschafts- und Tourismusverbände befürchten einen Imageschaden: Die Marke "Schweiz" müsse weiter für Weltoffenheit, Pluralismus und Religionsfreiheit stehen, forderten sie.

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