Schweiz:Die Grenzstadt, die mit der Migrationsfrage ringt

Schweiz: 2022 reisten mehr als 52 000 Menschen ohne Visum in die Schweiz ein - im Jahr zuvor waren es noch knapp 20 000 gewesen.

2022 reisten mehr als 52 000 Menschen ohne Visum in die Schweiz ein - im Jahr zuvor waren es noch knapp 20 000 gewesen.

(Foto: Alessandro Crinari/picture alliance/dpa/KEYSTONE/TI)

In Chiasso, dem südlichsten Ort der Schweiz, kommen täglich neue Geflüchtete an. Die Asylzentren sind überbelegt, die Rechtspopulisten nutzen die Stadt bereits als Chiffre für Regierungsversagen. Gerät hier etwas außer Kontrolle?

Von Isabel Pfaff, Chiasso

Die Stadt, die manche das "Lampedusa der Schweiz" nennen, wirkt erstaunlich aufgeräumt. Die Piazza Indipendenza, ein überschaubarer Platz in der Wintersonne, links ein Gemüsestand, rechts eine leere Fläche mit Bänken ringsherum. Üblicherweise sprudeln hier kleine Springbrunnen aus dem Boden, doch weil an diesem Freitag Markt ist, sind sie abgestellt. Auf den Bänken: junge Männer, die in ihre Handys starren, einer hat eine Bierdose vor sich stehen.

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