Schweigeminute für TerroropferEin Land senkt den Kopf

Die Republik hält inne: Im Gedenken an die Opfer des rechten Terrors waren die Menschen in Deutschland zu einer Schweigeminute aufgerufen. Busse und Bahnen standen still, Beschäftigte ließen bundesweit die Arbeit ruhen.

Schweigeminute für Terroropfer – Kerze der Hoffnung

Die Republik hält inne: Im Gedenken an die Opfer des rechten Terrors waren die Menschen in Deutschland zu einer Schweigeminute aufgerufen. Busse und Bahnen standen still, Beschäftigte ließen bundesweit die Arbeit ruhen.

Im Rahmen einer Gedenkveranstaltung im Konzerthaus am Berliner Gendarmenmarkt trugen Semiya Simsek (l.) und Gamze Kubasik, Töchter zweier Opfer der Neonazis, eine Kerze durch die Besucherreihen. Sie brannte neben elf weiteren Kerzen auf dem Podium, die für die zehn Opfer der Mordserie und die unbekannten Opfer rechtsextremistischer Gewalt stehen sollten: Die zwölfte solle eine "Kerze der Hoffnung" sein, sagte Kubasik. Als die beiden Frauen durch die Reihen hinausgingen, standen die Gäste auf und applaudierten.

Mit der Veranstaltung und der bundesweiten Schweigeminute sollten die zehn Menschen geehrt werden, die zwischen 2000 und 2007 von Mitgliedern einer Neonazi-Zelle ermordet wurden.

Bild: dpa 23. Februar 2012, 15:192012-02-23 15:19:19 © Süddeutsche.de/sebi/gal/holz