Wahlkrimi in Schweden:Der Gewinner steht rechts

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Wahlkrimi in Schweden: "Unser Ziel ist es, in der Regierung zu sitzen", sagt Jimmie Åkesson, der Parteichef der rechtspopulistischen Schwedendemokraten, nach seinem Wahlerfolg.

"Unser Ziel ist es, in der Regierung zu sitzen", sagt Jimmie Åkesson, der Parteichef der rechtspopulistischen Schwedendemokraten, nach seinem Wahlerfolg.

(Foto: Jonathan Nackstrand/AFP)

Die Sozialdemokraten werden erneut stärkste Kraft, verlieren aber womöglich ihre Regierungsmehrheit. Ein vorläufiges Ergebnis soll es erst in einigen Tagen geben, doch schon jetzt können sich die populistischen Schwedendemokraten feiern.

Von Kai Strittmatter, Stockholm

Ein Krimi bis zuletzt. Sind die Sozialdemokraten abgewählt? Dürfen in Schweden erstmals Rechtspopulisten die Geschicke des Landes mitbestimmen? Nach Auszählung fast aller Wahlkreise ist noch unklar, ob es einen Regierungswechsel gibt: Kurz nach Mitternacht kam das bürgerlich-rechte Lager auf 176 Mandate, das rot-grüne Lager der amtierenden sozialdemokratischen Regierung auf 173. Ein vorläufiges Ergebnis aber werde sie aufgrund des Kopf-an-Kopf-Rennens frühestens am Mittwoch verkünden, teilte die schwedische Wahlbehörde in der Nacht mit. Dann werden die Stimmen der Briefwähler und Schweden, die im Ausland leben, ausgezählt.

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