Internationale Beziehungen:Wie Teheran nun Stockholm erpressen will

Internationale Beziehungen: Sein Schicksal bleibt ungewiss: Johan Floderus (rechts) im Dezember 2023.

Sein Schicksal bleibt ungewiss: Johan Floderus (rechts) im Dezember 2023.

(Foto: Hossein Yarahmad/AP)

Der schwedische Staatsbürger Johan Floderus wird möglicherweise in Iran zum Tode verurteilt. Mit ihm selbst aber hat das wenig zu tun.

Von Alex Rühle

Blass sah er aus, noch blasser als die letzten Male. Wobei seit seiner Inhaftierung eh nur ein paar Fotos und kurze Filmaufnahmen von ihm kursieren: Johan Floderus in Handschellen. Johan Floderus in blassgrauer Gefängniskleidung. Johan Floderus mit krummem Rücken im leeren Gerichtssaal. Am vergangenen Sonntag dann Johan Floderus, den Blick zu Boden gesenkt. Neben ihm stand da der iranische Staatsanwalt und wiederholte in seinem Schlussplädoyer alle Vorwürfe gegen den 33-jährigen Schweden: Dieser habe "sehr intensiv" für Israel spioniert, in Iran ein Agentennetz aufgebaut und "Korruption in der Welt verbreitet", ein so schwammiger wie schwerer Vorwurf im fundamentalistischen Mullah-Land - weshalb der Staatsanwalt am Ende die Todesstrafe forderte.

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