Schweden„Ich sitze im Warteraum des Lebens fest“

Lesezeit: 5 Min.

„Woher sollte ich wissen, dass sich dieses Land so krass verändert hat?“, sagt Ximena Ramos Salas, deren Sohn nun die Ausweisung aus Schweden droht.
„Woher sollte ich wissen, dass sich dieses Land so krass verändert hat?“, sagt Ximena Ramos Salas, deren Sohn nun die Ausweisung aus Schweden droht.
Alex Rühle

Die Mutter kam 1986 erstmals nach Schweden, ihr Sohn vor acht Jahren. Sie erlebte früher ein offenes, herzliches Land. Er fühlte sich nie willkommen und soll aufgrund verschärfter Gesetze nun allein ausgewiesen werden.

Von Alex Rühle, Tollarp

SZ bei Google bevorzugen

Für Ximena Ramos Salas war Schweden immer das Land, das sie 1986 mit offenen Armen empfangen hat, damals, als ihre Eltern mit ihr und ihrer Schwester aus dem Chile des Diktators Augusto Pinochet flohen und in dem beschaulichen Dörfchen Tollarp landeten. Für ihren Sohn Andres ist Schweden dagegen das Land, das ihn nie haben wollte. Sie fühlte sich damals von Anfang an willkommen, „schon wenige Tage nach unserer Ankunft klingelten die Nachbarskinder, wir gehörten sofort dazu“. Andres bekam kurz nach seinem 18. Geburtstag die Mitteilung, dass er Schweden verlassen muss, ein einseitiges Formschreiben, „ungefähr so persönlich wie der Abrissbescheid für ein Industriegebäude“, so Andres.

Zur SZ-Startseite

Demokratie
:Mitregieren durch Duldung: Wie Schwedens Rechte die Politik prägen

Die Regierungskoalition in Stockholm muss auf die Wünsche der Schwedendemokraten hören – das zeigt die Migrations- und Sicherheitspolitik. Über eine politische Konstruktion, die nur einer Partei nützt.

SZ PlusVon Alex Rühle

Lesen Sie mehr zum Thema

  • Medizin, Gesundheit & Soziales
  • Tech. Entwicklung & Konstruktion
  • Consulting & Beratung
  • Marketing, PR & Werbung
  • Fahrzeugbau & Zulieferer
  • IT/TK Softwareentwicklung
  • Tech. Management & Projektplanung
  • Vertrieb, Verkauf & Handel
  • Forschung & Entwicklung
Jetzt entdecken

Exklusive Gutscheine für SZ-Abonnenten: