Schwarz-gelbe Minister in der EinzelkritikZwischen Macht und Ohnmacht

Von der Wunschkoalition zum Zweckbündnis: Seit vor zwei Jahren der schwarz-gelbe Koalitionsvertrag unterzeichnet wurde, sitzen Routiniers und Novizen im Bundeskabinett Seite an Seite. Wer aus Merkels Kabinett hat gute Arbeit geleistet? Stimmen Sie ab.

Schwarz-gelbe Minister in der Einzelkritik – Angela Merkel, Bundeskanzlerin (CDU)

Damit machte sie Schlagzeilen: Zögern in der Atompolitik, Zögern in der Eurokrise, Zögern beim Rauswurf Karl-Theodor zu Guttenbergs. Die Kanzlerin pflegte in der ersten Hälfte der Legislaturperiode ihren stoischen Stil, doch sie wurde von heiklen Themen geradezu überrollt. Erst beschloss ihre Regierung eine Verlängerung der Laufzeiten der deutschen Atomkraftwerke, nach Fukushima kam im März 2011 die Kehrtwende. Die Euro-Krise wurde zum Dauerthema. Statt einen Plan für die Lösung der Krise vorzulegen, begannen Merkel und ihre europäischen Amtskollegen auf Zeit zu spielen.

Nach milliardenschweren Rettungspaketen, einem Rettungsschirm, der in einer Nachtsitzung auf eine Billion Euro gehebelt wurde, und täglich neuen Horrormeldungen von den Finanzmärkten ist weder Griechenland noch der Euro endgültig gerettet. Rhetorisch steht Merkel allerdings deutlich hinter Europa - und sie hat beim Brüsseler Gipfel viele der deutschen Positionen durchgesetzt.

Spruch der ersten Halbzeit: "Scheitert der Euro, scheitert Europa."

Bild: dpa 28. Oktober 2011, 12:402011-10-28 12:40:20 © sueddeutsche.de/Lydia Bentsche/Jakob Kienzle/mati