Schulen und die AfD:"Demokraten fallen nicht vom Himmel"

Schulen und die AfD: Mit einem Schild am Schulzaun protestieren Eltern dagegen, dass an einer Berliner Oberschule ein sogenannter Bürgerdialog der AfD stattfinden soll.

Mit einem Schild am Schulzaun protestieren Eltern dagegen, dass an einer Berliner Oberschule ein sogenannter Bürgerdialog der AfD stattfinden soll.

(Foto: M. Czapski/snapshot/imago)

AfD-Parolen aus Schülermund, Lehrer als Parteimitglieder: Das Erstarken der radikalen Rechten geht auch an Schulen nicht vorbei. Doch wie viel Politik verträgt ein Klassenzimmer - und wie unterrichtet man eigentlich "Demokratie"?

Von Kathrin Müller-Lancé

Die Antwort seiner Schülerinnen und Schüler hat Pierre Kabisch überrascht. Vor Kurzem fragte der Politiklehrer an einem Gymnasium in der Nähe von Potsdam in seiner zehnten Klasse, wer die Tiktokerin Triene_85 kenne. In ihren Videos singt sie Zeilen wie: "Mein Name: Triene, mein Impfstatus: ungeimpft (...) meine Wahlpartei: AfD, meine Tankfüllung: Benzin". Sie erzählt, dass der AfD-Abgeordnete Stephan Protschka sie in den Bundestag eingeladen habe, und sagt, dass ihr Deutschland langsam "zu bunt" werde.

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Vor allem junge Menschen verbringen sehr viel Zeit mit der Video-App Tiktok. Die AfD ist dort enorm präsent. Die anderen Parteien ziehen nach - doch für sie ist die Plattform weitgehend feindliches Terrain.

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