Waffenlieferungen:"Ich will auch gerne den Stier bei den Hörnern packen"

Waffenlieferungen: Und noch einmal: Er wolle keine "Taurus"-Marschflugkörper an die Ukraine liefern, sagt Olaf Scholz im Bundestag.

Und noch einmal: Er wolle keine "Taurus"-Marschflugkörper an die Ukraine liefern, sagt Olaf Scholz im Bundestag.

(Foto: Michael Kappeler/dpa)

Der Kanzler stellt sich im Bundestag der Frage, warum er der Ukraine keine Marschflugkörper vom Typ "Taurus" liefern will. Die Union will ihn in die Enge treiben. Doch Olaf Scholz scheint Gefallen zu finden an seiner Rolle als Garant deutscher Besonnenheit.

Von Nicolas Richter

Olaf Scholz wirkt anfangs so, als wolle er die Abgeordneten im Bundestag in nachmittäglichen Dämmerschlaf versetzen; er referiert erst einmal über das Bürokratieentlastungspaket IV. Der Kanzler weiß, dass sich das Parlament eigentlich für ein anderes Thema interessiert - die mögliche Lieferung des deutschen Marschflugkörpers Taurus, Lateinisch für Stier, an die Ukraine. Aber Scholz beginnt mit Bürokratie und Rente, bis er dann doch in die Offensive geht, wenn auch nur mit einem Wortspiel: Er wolle jetzt gern den "Stier bei den Hörnern packen", sagt er.

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