BundestagswahlDas Duell der Beleidigungen

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„Fritze Merz erzählt gern Tünkram“: Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD, links) und Oppositionschef Friedrich Merz (CDU) zeigen in der Öffentlichkeit wenig Zuneigung zueinander.
„Fritze Merz erzählt gern Tünkram“: Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD, links) und Oppositionschef Friedrich Merz (CDU) zeigen in der Öffentlichkeit wenig Zuneigung zueinander. RALF HIRSCHBERGER/AFP

Tünkram, Fremdschämen, Hasenfüßigkeit: Bei Olaf Scholz und Friedrich Merz wird das Politische schnell sehr persönlich. Das hat Gründe und Methode, vor allem bei einem der beiden.

Von Daniel Brössler

Langsam fragt man sich, wo das noch enden könnte. Wird Olaf Scholz Friedrich Merz womöglich als Tünbüdel bezeichnen? Also als einen, der, wie dem Plattdeutschen Wörterbuch des NDR zu entnehmen ist, Geschichten auftischt und Lügen erzählt. Oder gleich als Tüddelbüddel, also Schwindler?  „Fritze Merz erzählt gern Tünkram“, sagte Scholz am Montagabend im „Heute-Journal“ des ZDF. Als Tünkram wird im Plattdeutschen dummes Zeug oder Unsinn bezeichnet. Es war der Abend nach der verlorenen Vertrauensabstimmung und einer turbulenten Debatte, in der Merz den Kanzler frontal angegangen war mit einer unfreundlichen Anekdote aus dem Europäischen Rat, die das für Scholz angeblich typische arrogante Schweigen illustrieren sollte. „Es ist zum Fremdschämen“, ätzte Merz.

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