Diplomatie:Scholz, Habeck und die Suche nach Energie

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Diplomatie: Dass im Regierungsflieger auf dem Hinflug keiner eine Maske trug, kam noch drauf auf den Packen, den Olaf Scholz schon aufgetürmt hat nach dem Abbas-Besuch und dem Cum-Ex-Schweigen.

Dass im Regierungsflieger auf dem Hinflug keiner eine Maske trug, kam noch drauf auf den Packen, den Olaf Scholz schon aufgetürmt hat nach dem Abbas-Besuch und dem Cum-Ex-Schweigen.

(Foto: Kay Nietfeld/dpa)

Normalerweise reisen deutsche Kanzler mit voller Börse und entsprechendem Selbstbewusstsein durch die Welt. Durch Kanada reist Olaf Scholz jetzt vor allem mit einem Problem. Und dann hat er noch Robert Habeck dabei, der etwas kann, was er nicht so gut kann.

Von Daniel Brössler, Toronto/Stephenville

Über seinen Platz kann Robert Habeck sich schon mal nicht beschweren. Seine Nachbarin ist die kanadische Finanzministerin Chrystia Freeland, bekannt als unterhaltsame Gesprächspartnerin. Von dort, wo er sitzt, hat Habeck außerdem den besten Blick auf die großen Tiere, von denen das größte seine besten Tage allerdings schon eine Weile hinter sich hat. Wenn Habeck seinen Kopf leicht nach links dreht, fällt sein Blick auf ein beachtliches Gerippe, das ein kleines Schild als Prosaurolophus maximus ausweist. Er soll die Welt vor ungefähr 70 Millionen Jahren bevölkert haben. Weiter rechts steht eine mächtige Buddha-Statue. Nordchina, 16. oder 17 Jahrhundert. Das Scheinwerferlicht aber fällt ziemlich genau zwischen Saurier und Buddha. Da sitzt Olaf Scholz. Quicklebendig.

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