Katholische KircheKann Missbrauch durch einen Priester Privatsache sein?

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Einst das größte deutsche katholische Bistum: Köln. Dann kam die Vertrauenskrise.
Einst das größte deutsche katholische Bistum: Köln. Dann kam die Vertrauenskrise. (Foto: Imago/Hoch Zwei Stock/Angerer)

Eine Frau verklagt das Erzbistum Köln auf Schmerzensgeld, weil ein Priester, der sie als Pflegekind aufgenommen hatte, sie jahrelang missbrauchte. Das Erzbistum sieht sich nicht in der Haftung: Der Geistliche habe als Privatmann gehandelt.

Von Annette Zoch

Hans-Bernhard U. ließ es wie ein Spiel aussehen: „Wetten, dass du es nicht schaffst, eine ganze Flasche Cointreau auszutrinken?“ Das sagte der damals 28-jährige Pflegevater an einem Abend im Jahr 1979 zu seiner 13-jährigen Pflegetochter. Immer wieder flößte er ihr Alkohol ein, immer wieder sei er danach zu ihr ins Schlafzimmer gekommen, erzählte die heute 58 Jahre alte Frau viele Jahre später.

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Missbrauch in der katholischen Kirche
:„Viele Betroffene haben höchstens Almosen erhalten“

Vor 15 Jahren wurden die Missbrauchsfälle am Berliner Canisius-Kolleg publik, einer Schule in Trägerschaft der Jesuiten. Einer der ehemaligen Schüler, die sich damals an den Schulleiter wandten, ist Matthias Katsch. Er konnte nicht ahnen, welche Lawine er lostreten würde.

SZ PlusInterview: Annette Zoch

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