bedeckt München
vgwortpixel

Schleswig-Holstein:Callsen soll neuer CDU-Fraktionschef in Kiel werden

Die Nord-CDU komplettiert ihr Führungsteam für die Landtagswahl 2012: Der bisherige Fraktionsvize Johannes Callsen kandidiert als einziger Bewerber für die Nachfolge Christian von Boettichers als Fraktionschef im Kieler Landtag. Zuvor war mit Jost de Jager bereits ein neuer Landeschef und Spitzenkandidat festgelegt worden.

Die schleswig-holsteinische CDU hat sich auf einen neuen Fraktionschef verständigt. Der 45-jährige Johannes Callsen wird auf einer Fraktionssitzung am Donnerstag als einziger Bewerber für den Posten kandidieren, teilte die CDU in Kiel mit.

Fraktionssitzung der schleswig-holsteinischen CDU in Kiel

Johannes Callsen soll dem zurückgetretenen Christian von Boetticher als Fraktionsvorsitzender der Kieler CDU nachfolgen.

(Foto: dapd)

Zuvor hatte es Gespräche mit den anderen Kandidaten gegeben. Zur Debatte standen neben Callsen auch Finanzminister Rainer Wiegard, der Wirtschaftspolitiker Hans-Jörn Arp und der Finanzexperte Tobias Koch, der nun für den Posten des stellvertretenden Fraktionschefs kandidieren wird.

An den Gesprächen waren unter anderem der designierte Spitzenkandidat und Landesvorsitzende Jost de Jager sowie Ministerpräsident Peter Harry Carstensen beteiligt. Die Bewerber verständigten sich darauf, auf eine Kampfabstimmung zu verzichten.

Der bisherige Fraktionsvize Callsen hat sich bisher in erster Linie als Wirtschaftspolitiker einen Namen gemacht. Er tritt die Nachfolge des ehemaligen Partei- und Fraktionschefs Christian von Boetticher an, der wegen seiner früheren Beziehung zu einer 16-Jährigen von allen Spitzenposten zurückgetreten war.

Mit Callsen als neuem Fraktionsvorsitzenden und de Jager als Spitzenkandidat und Landeschef will die Nord-CDU bei der Landtagswahl 2012 antreten. De Jager zeigte sich bereits optimistisch: "Ich glaube, unsere Ausgangslage zur Landtagswahl ist nicht schlecht", sagte er der Nachrichtenagentur dpa. Die CDU habe gute Aussichten, die mit Abstand stärkste Partei zu werden. Wunschkoalitionspartner bleibe die FDP.

© dpa/feko
Zur SZ-Startseite