GlosseDas Streiflicht

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Der Mensch unserer Tage kennt viele Nöte. Eine davon ist die Schlaflosigkeit, die viele Ratgeber auf den Plan ruft. Der einzige Rat, der hilft, lautet: Zum Teufel mit den Einschlaftipps!

(SZ) Nicolas Sarkozy hat eine Menge Probleme, die normale Leute nicht haben; aber immerhin nicht das eine, mit dem sich Millionen andere nachts auf der Matratze wälzen. Sein Schlaf ist gesund, behauptet Frankreichs Ex-Präsident, gesünder jedenfalls als sein Verhältnis zum libyschen Geld, weswegen er soeben zu fünf Jahren Haft verurteilt wurde. Das Urteil kommentierte Nicolas Sarkozy mit den Worten: Wenn er im Gefängnis schlafen müsse, schlafe er eben im Gefängnis; aber: Er tue dies hocherhobenen Hauptes. Zumindest unter Gesichtspunkten der Schlafforschung ist diese Haltung außergewöhnlich. Zwar erscheint die Disziplin gespalten und zerstritten über grundsätzliche Fragen wie: Fördert ein kleiner Mittagsschlaf die Nachtruhe oder ist er im Gegenteil der Garant für eine grübelnd durchwachte Nacht voller Gedankengespinste? Es hat sich aber noch kein Polysomnograf gefunden, der empfohlen hätte, hocherhobenen Hauptes einzunicken.

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