Seite Drei über Andreas Scheuer:Da Ondi

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Manchmal wirkt Andreas Scheuer, 44, gut gegelt und sauber geschniegelt, als wäre er der Jungen Union nie entwachsen. (Foto: Jens Gyarmaty / VISUM)

Andreas Scheuer wird von seiner CSU als "Bauchpolitiker" gepriesen. Nach all den Fehlern muss der Bundesverkehrsminister sich aber die Frage gefallen lassen: Sollte er nicht öfter den Kopf einschalten?

Von Markus Balser, Roman Deininger und Wolfgang Wittl

Andreas Scheuer mag Berlin, das Leben in der Metropole, das sagt er auch offen, während andere CSU-Bundestagsabgeordnete bei ihren Wochenendheimfahrten nach Bayern ja gar nicht oft genug betonen können, wie glücklich und dankbar sie seien, dem Hauptstadt-Moloch mal wieder entflohen zu sein. Zurzeit wird Scheuers Liebe zu Berlin jedoch schwer geprüft, der Verkehrsminister durchlebt dort ganz miese Wochen, und die mieseste Woche von allen war natürlich die vorletzte im Juni. Da zerfiel die Pkw-Maut, der Greatest Hit diverser CSU-Wahlkämpfe, in Scheuers Händen durch einen Richterspruch aus Luxemburg in Scherben und Staub. Der Minister wurde eiskalt erwischt; die Pressekonferenz war schon angekündigt, bei der er seinen Durchmarsch feiern wollte.

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