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Golfkrise:Militärallianz um Saudi-Arabien greift Ziele in Jemen an

Auf einer Präsentation in Riad wurden Teile von Drohnen und Marschflugkörpern gezeigt.

(Foto: AP)
  • Bei den Attacken sollen militärische Ziele im Norden der Hafenstadt Hudaida zerstört worden sein.
  • Die jemenitischen Huthi-Rebellen hatten zuvor den Drohnenangriff auf saudische Ölraffinerien für sich reklamiert.
  • Irans Präsident Rohani hat trotz der Spannungen zwischen Iran und den USA ein Visum für die UN-Vollversammlung in New York erhalten.

Sechs Tage nach den Angriffen auf Ölanlagen in Saudi-Arabien hat die von dem Königreich angeführte Militärallianz Ziele in Jemen angegriffen. Bei den Attacken seien vier militärische Ziele im Norden der Hafenstadt Hudaida zerstört worden, erklärte das Militärbündnis am Freitag. Dort seien unter anderem Seeminen produziert worden.

Die jemenitischen Huthi-Rebellen hatten den am Samstag verübten Drohnenangriff auf saudische Ölraffinerien, der die Ölproduktion erheblich beeinträchtigte, für sich reklamiert. Der US-Verbündete Saudi-Arabien unterstützt zusammen mit anderen arabischen Ländern die Regierung in Jemen. Die Huthi-Rebellen sind mit Iran verbündet.

Aufgrund der Spannungen nach den Angriffen waren auch Zweifel aufgekommen, ob der iranische Präsident Hassan Rohani und Außenminister Mohammed Dschawad Sarif US-Visa für die Reise zur UN-Vollversammlung in New York erhalten würden. Ein Sprecher der iranischen UN-Mission bestätigte nun, dass Sarif bereits am Freitag in New York erwartet werde, Präsident Rohani am Montag.

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Nach den Angriffen auf saudische Ölanlagen spitzt sich der Konflikt Irans mit Saudi-Arabien und den USA weiter zu. "Wir wollen keinen Krieg", erklärt Außenminister Sarif. "Aber wir werden nicht einen Augenschlag zögern, unser Territorium zu verteidigen."