Historischer Prozess in FrankreichMuss Sarkozy wieder ins Gefängnis?

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In der Mappe hat er Notizen für 15 Minuten Pathos: Nicolas Sarkozy auf dem Weg in den Pariser Justizpalast, wo er seine Furcht vor einer neuen Haftstrafe thematisieren wird.
In der Mappe hat er Notizen für 15 Minuten Pathos: Nicolas Sarkozy auf dem Weg in den Pariser Justizpalast, wo er seine Furcht vor einer neuen Haftstrafe thematisieren wird. SIMON WOHLFAHRT/AFP

Der Berufungsprozess gegen Frankreichs früheren Präsidenten ist zu Ende – jetzt muss er auf das Urteil warten. Sein brutales Duell mit einem alten Vertrauten könnte ihm geschadet haben.

Von Oliver Meiler, Paris

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Ganz zum Schluss gab es Emotionen. Keine spontanen, dafür war der Anlass am Mittwoch im alten Pariser Justizpalast zu wichtig. Und Nicolas Sarkozy, 71 Jahre alt, ist bekannt dafür, dass er in solchen Momenten ohne Skript schnell überbordet und auch mal die Kontrolle verliert. Man nennt ihn auch „Monsieur Plus“. Darum schrieb er seine letzten Worte im historischen Berufungsprozess zu der „Affaire libyenne“ auf ein paar Blätter Papier. Schweigen wäre auch möglich gewesen, nachdem seine vier Anwälte zuvor fast sieben Stunden lang für ihn plädiert hatten und dabei den Prozess einen „grotesken Roman“ nannten, „eine erfundene Geschichte“, „eine hohle Konstruktion“. Aber Schweigen liegt Sarkozy nicht.

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