Irak:Kein Abendessen, keine Seife, keine Bleistifte

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Irak: Die Irakerin Huda Alhasani ist aufgewachsen, während ihr Land von internationalen Sanktionen betroffen war. Sie kämpft noch heute mit den Folgen.

Die Irakerin Huda Alhasani ist aufgewachsen, während ihr Land von internationalen Sanktionen betroffen war. Sie kämpft noch heute mit den Folgen.

(Foto: privat)

Internationale Sanktionen, wie sie nun gegen Russland verhängt worden sind, belasten immer auch die Zivilbevölkerung. Im Irak litt eine ganze Generation von Kindern unter den massiven UN-Sanktionen gegen Saddam Hussein - mit Folgen bis heute.

Von Dunja Ramadan

Huda Alhasani weiß nur zu gut, wie es ist, unter Sanktionen zu leben. Die 30-jährige Irakerin ist 1991 in Basra geboren, im Süden des Landes. Kurz vor ihrer Geburt hatte der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen eine nahezu totale Wirtschaftsblockade über ihr Heimatland verhängt, als Reaktion auf den Zweiten Golfkrieg. Im August 1990 marschierten die irakischen Truppen von Präsident Saddam Hussein ins Nachbarland Kuwait ein. Ihre Heimat war nach dem Iran-Irak-Krieg hoch verschuldet, und Hussein hatte es auf die Ölfelder des wohlhabenden Nachbarstaats abgesehen. Fünf Monate später griff eine internationale Koalition unter US-Führung zugunsten Kuwaits ein und drängte die irakischen Truppen zurück.

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