Westafrika:Ein Sturm zieht auf im Sahel

Westafrika: Die Brücken zum Westen und den demokratischen Nachbarn sind abgebrochen: Mitglieder des Militärrats der Putschisten in Niger.

Die Brücken zum Westen und den demokratischen Nachbarn sind abgebrochen: Mitglieder des Militärrats der Putschisten in Niger.

(Foto: Mahamadou Hamidou/REUTERS, Bearbeitung: SZ)

Nach den Putschstaaten Mali und Burkina Faso verbündet sich auch Niger mit Russland. Eine brandgefährliche Entwicklung für Europa.

Von Paul Munzinger, Kapstadt

Als Nigers Premierminister Ali Lamine Zeine Mitte Januar in Russland landete, war er nicht nur mehr als 5000 Kilometer nach Norden, sondern auch knapp 40 Grad auf dem Thermometer abwärts gereist. Beim Verlassen des Flugzeugs in Moskau trug Zeine gegen die Kälte ein weißes Tuch um den Kopf gewickelt. Die Limousine, die ihn abholte, musste sich ihren Weg über die Landebahn durch den Schnee bahnen. Es war ein eiskalter Empfang, den Russland seinem Gast aus Westafrika bereitete. Doch zum Frösteln waren die Bilder dieses Besuchs vor allem, wenn man sie von Paris oder Berlin aus beobachtete.

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