SabotageNeue Manipulationen bei Stromleitungen in Sachsen und NRW entdeckt

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Nach Sabotageversuchen gegen die Stromversorgung in anderen Bundesländern hat die Polizei in den vergangenen Tagen auch in Sachsen Sprengvorrichtungen entdeckt.
Nach Sabotageversuchen gegen die Stromversorgung in anderen Bundesländern hat die Polizei in den vergangenen Tagen auch in Sachsen Sprengvorrichtungen entdeckt.
Jürgen Lösel/dpa

Spezialkräfte des Landeskriminalamtes Sachsen entschärfen Sprengvorrichtungen, auch in NRW gibt es neue Funde. Unterdessen wird intensiv nach einem Mann gefahndet, der Sabotageaktionen gegen das Stromnetz verübt haben soll.

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Nach versuchten Angriffen auf das Stromnetz in Ostsachsen hat die Polizei neun weitere Sprengvorrichtungen entdeckt – und zwar im unmittelbaren Bereich von Hochspannungstrassen südlich des Umspannwerkes Graustein in der Nähe von Schleife (Landkreis Görlitz). Diese wurden durch Spezialkräfte des Landeskriminalamtes Sachsen (LKA) entschärft, wie das LKA mitteilte. Damit erhöhe sich die Gesamtzahl der in Sachsen aufgefundenen Sprengvorrichtungen auf 21.

Die Generalstaatsanwaltschaft Dresden, das Landeskriminalamt Sachsen und die Polizeidirektion Görlitz bitten die Bevölkerung weiterhin um Unterstützung bei den laufenden Ermittlungen.

Am Samstag hatten Polizei und Generalstaatsanwaltschaft Dresden bereits bekanntgegeben, dass insgesamt zwölf Sprengvorrichtungen in der Lausitzer Braunkohleregion an der Grenze zu Brandenburg gefunden wurden. „Diese sollten Schäden an den elektrischen Hochspannungsleitungen durch einen Kurzschluss herbeiführen“, hatten Polizei und Generalstaatsanwaltschaft Dresden informiert. Zu einem Schaden am Stromnetz sei es nicht gekommen, auch bestehe keine Gefahrenlage für die Bevölkerung, hieß es.

Fahndung nach Tatverdächtigen läuft

Unterdessen wird intensiv nach einem Mann gefahndet, der Sabotageaktionen gegen das deutsche Stromnetz verübt haben soll. Die Vorfälle konzentrieren sich auf Nordrhein-Westfalen (NRW), Brandenburg und Sachsen. Polizei und Staatsanwaltschaft in Brandenburg und NRW hatten am Sonnabend einen gemeinsamen Fahndungsaufruf mit zwei Fotos des 48-Jährigen veröffentlicht und bitten die Bevölkerung um Hinweise. Am Sonntag hatte es einen Großeinsatz im Hambacher Forst nahe Köln gegeben, allerdings wurden dort keine Hinweise auf den Mann gefunden.

Am Montag meldete die Polizei aus NRW schließlich ebenfalls einen neuen Fund. „Heute Nachmittag hat die Polizei Hinweise zu einer verdächtigen Person im Umfeld des Kraftwerks Weisweiler erhalten. Inzwischen steht fest, dass nahe der Hochspannungsleitung mehrere Abschussvorrichtungen aufgestellt worden sind“, schreiben die Beamten in einer Mitteilung.

Am Freitag hatten Polizisten in der Wohnung des Tatverdächtigen im nordrhein-westfälischen Gevelsberg Sprengstoff gefunden. Später stürmte ein Spezialeinsatzkommando im rund 100 Kilometer entfernten Niederzier in einem Wald einen Lastwagen, der augenscheinlich zu einem Wohnmobil umgebaut worden war. Der Gesuchte wurde aber nicht angetroffen.

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