Neun Monate vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt bietet eine groß angelegte Umfrage Anlass für akute Sorge um die Demokratie. Im Sachsen-Anhalt-Monitor im Auftrag der Landeszentrale für politische Bildung gab nur noch eine Minderheit von 43 Prozent an, zu den entschiedenen Befürwortern der Demokratie zu zählen. 54 Prozent werden demnach zur Gruppe der fragilen Demokraten gerechnet, weil sie sich neben der Demokratie auch eine Ein-Parteien-Regierung oder einen starken Führer vorstellen könnten. Besonders groß ist die Nähe zum Autoritären unter den Anhängern der rechtsextremen AfD: Zwei Drittel von ihnen befürworten demnach ein Einparteien-System.