Russen und Ukrainer:"Für viele ist das jetzt gerade einfach eine neue Provokation"

Russen und Ukrainer: Nachbarn unter Beobachtung: ein russischer Soldat während eines Manövers in der Nähe der Grenze zur Ukraine.

Nachbarn unter Beobachtung: ein russischer Soldat während eines Manövers in der Nähe der Grenze zur Ukraine.

(Foto: Erik Romanenko/imago images/ITAR-TASS)

Moskau und Kiew werfen einander Kriegstreiberei vor. Wie lebt man in solcher Nachbarschaft? Was denken die Menschen beider Länder über die Gefahr einer neuen Eskalation? Und was teilen sie trotz Entfremdung miteinander? Über ein schwieriges Verhältnis.

Von Silke Bigalke, Moskau, und Frank Nienhuysen

Rote Bete, dazu Möhren, Zwiebeln, meistens Rindfleisch, das Rezept kann variieren. Für die Ukrainer gilt: Der Borschtsch ist ukrainisch. Im vorigen Frühjahr haben sie die Suppe bei der Unesco angemeldet, damit sie ukrainisches Kulturerbe wird. Ausschlaggebend soll ein Tweet eines russischen Regierungs-Accounts gewesen sein, der den Borschtsch zu einem "der berühmtesten und beliebtesten russischen Gerichte" erklärt hatte. ​Ein Koch aus Kiew beschloss daraufhin, den Borschtsch als ukrainisch "zu verteidigen", und stieß die Sache an.

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