Harmonisch ist das Verhältnis zwischen Russland und dem Westen schon lange nicht mehr. Von daher bewies das russische Verteidigungsministerium durchaus Humor, als es vor ein paar Jahren ausgerechnet ein Projekt namens „Harmonie“ aus der Taufe hob. Denn anders als der Name suggeriert, war der Auftrag eher kriegerischer Natur. Es ging darum, gegnerische Schiffe und vor allem U-Boote aufzuspüren. Dabei bedient sich das geheime Projekt zur Unterwasserspionage eines Netzwerks von Unterwassermikrofonen, Sonaren und anderer Technik.
Russland-SanktionenNürnberger Geschäftsmann soll Geräte für Unterwasserspionage nach Russland geliefert haben
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Seit dieser Woche steht in Frankfurt am Main ein 55-Jähriger wegen neun Verstößen gegen das Außenwirtschaftsgesetz vor Gericht. Er gehörte offenbar einem Netzwerk an, das Technik für die Spionage unter Wasser von Europa nach Russland geschafft haben soll.
Von Petra Blum, Florian Flade, Ben Heubl, Antonius Kempmann und Mauritius Much
