Wladimir Putin ist gerade weitgehend unter politischen Freunden. In der kirgisischen Hauptstadt Bischkek trifft er sich dieser Tage mit Chinas Präsident Xi Jinping, Indiens Premier Narendra Modi und anderen Staatschefs der Shanghai-Organisation. Am Dienstagabend wurde er dort bei einer Pressekonferenz auf ein paar unangenehme Themen angesprochen. Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij hatte angedroht, dass der russische Luftraum wegen der vielen Drohnen bald „vollkommen unsicher“ sein werde. Putin wurde auch zu dem Dauergerücht befragt, nach der russischen Parlamentswahl in knapp drei Wochen werde es eine landesweite Mobilisierung geben. „Völliger Unsinn“, sagte er. Und dann war da noch Leipzig.
Anschlag in LeipzigPutin streitet Schuld ab – und greift Merz an
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Der Kremlchef versuchte, sich am Dienstag in Bischkek analytisch zu geben. Andere Reaktionen aus Moskau klangen deutlich gereizter.
VYACHESLAV PROKOFYEV/AFPDer russische Präsident behauptet, Deutschland habe im Fall von Leipzig Beweise gefälscht, um von der schwierigen Lage des Bundeskanzlers abzulenken. Eine der geplanten Sanktionen könnte sein Land empfindlich treffen.
Von Frank Nienhuysen
