Russland:Als gäbe es was zu feiern

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Russland: Wladimir Putin wollte feiern, also karrten staatliche Unternehmen und Universitäten ein nicht ganz freiwilliges Publikum zum Roten Platz. Jubeln wollte am Ende kaum jemand, wie auch, wenn dem Land gerade sein eigener Krieg näher kommt.

Wladimir Putin wollte feiern, also karrten staatliche Unternehmen und Universitäten ein nicht ganz freiwilliges Publikum zum Roten Platz. Jubeln wollte am Ende kaum jemand, wie auch, wenn dem Land gerade sein eigener Krieg näher kommt.

(Foto: Maxim Blinov/Imago/Itar-Tass)

Die Russen sollen die Annexion bejubeln, und Putin natürlich auch, aber es kommt keine richtige Stimmung auf in Moskau. Wie auch, wenn Zehntausende fliehen und es den Leuten immer schlechter geht.

Von Silke Bigalke, Moskau

Der Himmel über Moskau zieht sich zu am Freitagabend. Wladimir Putin hat Glück, wenn es nicht regnet. Eben erst hat er im Großen Kremlpalast gesprochen, in diesem schlossartigen Gebäude mit seiner Fassade voller Fenster, durch die man nicht hineinsehen kann. Dort drin hat Putin den Westen eine Diktatur genannt, seine Werte satanistisch. Die mächtigsten Menschen Russlands haben seiner Hassrede mit regungsloser Miene zugehört. Sollte das nicht eigentlich ein Feiertag sein?

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