Freie Presse in Russland:Liebesgrüße aus Moskau

Journalist Sonya Groysman is arrested in front of the the Russian Federal Security Service (FSB) building where she held a single picket in support of independent media, in Moscow, on Saturday, Aug. 21, 2021. (Nanna Heitmann/The New York Times)

"Wir wurden abgestempelt und jetzt lernen wir, damit zu leben", sagt Sonja Groisman. Hier wird sie nach einem Protest für die Pressefreiheit vor der Geheimdienstzentrale abgeführt.

(Foto: Nanna Heitmann/The New York Time / Redux / laif)

Der russische Staat schaltet Journalistinnen wie Sonja Groisman aus, indem er sie zu Auslandsagenten erklärt. So einfach, so effektiv. Besuch bei einer, die trotzdem irgendwie weitermacht.

Von Silke Bigalke, Moskau

Sie trägt eine rosafarbene Cordjacke, hellgrüne Socken zu ihrer abgeschnittenen Jeans, ihre Wangen sind voller Sommersprossen. So sehen in Russland also Auslandsagenten aus. Ihr Händedruck ist warm und vorsichtig. Vor fünf Wochen hat der russische Staat beschlossen, dass diese Frau ein Risiko für die Gesellschaft ist. Aus Sonja Groisman, der Videojournalistin, machte er Sonja Groisman, die "ausländische Agentin". Sie kann es immer noch nicht fassen.

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