RusslandHaft für ein Lied voller Liebe

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„Das ist mein Lied, ich will es singen“: Die russische Straßenmusikantin Diana Loginowa, alias Naoko, vor Gericht in Sankt Petersburg.
„Das ist mein Lied, ich will es singen“: Die russische Straßenmusikantin Diana Loginowa, alias Naoko, vor Gericht in Sankt Petersburg. Anton Vaganov/REUTERS

Eine junge Straßenmusikerin hat in Sankt Petersburg Lieder gesungen, die in Russland verboten sind. Sie wird wie eine Staatsfeindin behandelt.

Von Silke Bigalke, Berlin

Diana Loginowa hat die Nacht auf einer Polizeiwache in Sankt Petersburg verbracht, ihre blonden Haare sind zerzaust. Gleich wird die Sängerin zu einer weiteren Haftstrafe verurteilt werden, aber vorher nimmt sie noch eine kleine Videobotschaft auf. Auf dem Flur vor dem Gerichtssaal bedankt sie sich bei ihren Unterstützern, mehr als 50 000 folgen ihr jetzt auf Telegram. „Es ist nicht sicher, dass wir uns bald wiedersehen“, sagt sie in die Kamera, lächelt trotzdem. „Wahrscheinlich in zwei Wochen“, sagt Gitarrist Alexander Orlow neben ihr, formt ein Herz mit den Händen. „Wir heiraten übrigens“, fügt die 18-jährige Sängerin noch schnell hinzu. Die beiden haben sich im Polizeiwagen auf dem Weg ins Gericht verlobt, berichten Medien später.

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