Riesig und vielfältig sei sein „Betrachtungsraum“, so Oliver Jens Schmitt, Geschichtsprofessor an der Universität Wien, dennoch sei er von Politik und Forschung oft übersehen worden. Gemeint sind die an Russland grenzenden westlichen Länder von Norwegen bis Moldau. Gerade in Deutschland herrsche „ein Blick nach Osten vor, der zwischen Berlin und Moskau kaum etwas sehen will“. Weite Teile der deutschen Öffentlichkeit schauten mit „Furcht, Faszination und Bewunderung auf Moskau“. Die historischen Erfahrungen von Finnen, Skandinaviern, Balten, Polen, Belarussen, Ukrainern und Moldauern zählten weithin immer noch wenig.
Westliche Staaten an Russlands GrenzeDer Aggressor im Osten
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„Entrissenes habe ich zurückgebracht“: Ein zeitgenössischer Stich zeigt (von links) die russische Zarin Katharina II., den österreichische Kaiser, den preußischen König Friedrich II. und den polnischen König Stanislaw II. Poniatowski 1772 bei der Teilung des polnischen Staats.
Scherl/Süddeutsche Zeitung PhotoDer Historiker Oliver Jens Schmitt erzählt brillant vom Jahrhunderte dauernden Kampf der Gesellschaften vom Nordkap bis zum Schwarzen Meer gegen russische Potentaten.
Rezension von Renate Nimtz-Köster
